Diamanten in Quantentechnologien und Medizin
Forscher der Universität Luxemburg erforschen in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern eine ganz andere Seite von Diamanten.
Jean-Michel Gaudron
Diamanten sind nicht mehr nur für Schmuck gedacht. Forscher der Universität Luxemburg entdecken in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern bahnbrechende Anwendungen für Diamanten in Quantentechnologien und medizinischer Bildgebung.
Durch die Einführung von Boratomen in Diamanten verwandeln sich diese typischerweise isolierenden Materialien in Leiter, was einzigartige Wechselwirkungen mit elektromagnetischen Wellen ermöglicht.
Diese Innovation ebnet den Weg für Fortschritte in den Bereichen Quantencomputing, Optik und Kryptographie. Bor-dotierte Diamanten bieten eine präzise Kontrolle über Photonen, die kleinsten Lichteinheiten, was für die Entwicklung zuverlässiger Quantenbauelemente unerlässlich ist.
Sektorübergreifende Forschung
Über die Physik hinaus bieten diese Diamanten Potenzial in der Medizin, wo nanoskalige Diamantpartikel Bildgebungstechniken verbessern und Ärzten helfen, Gewebe und Zellen mit beispielloser Klarheit zu visualisieren.
Mit Blick auf die Zukunft untersucht die Universität Luxemburg, wie Diamantnanopartikel mit Schwingungen interagieren, um potenzielle optische Quantencomputer anzutreiben. Trotz Herausforderungen wie der Dekohärenz zielen Projekte wie QUANCOM darauf ab, das Verständnis zu vertiefen und Störungen in Quantensystemen abzumildern.
Die innovationsgetriebene Wirtschaft Luxemburgs profitiert von dieser sektorübergreifenden Forschung und verbindet Wissenschaft und Industrie.
Dieser Artikel basiert auf einer Originalveröffentlichung auf FEDIL – der Website der Stimme der Luxemburger Industrie.